Das pädagogische Konzept

Und die Bedeutung der Natur

In unsere pädagogische Arbeit fließen Elemente aus verschiedenen pädagogischen Ansätzen ein, die sich am Kind als einzigartiger Persönlichkeit ausrichten. Im Sinne einer inklusiven Ausrichtung nehmen wir die Fähigkeiten und Bedürfnisse aller Kinder in den Blick und stellen die Teilhabe von Kindern mit (drohender) Behinderung am Kindergartenleben sicher. Wir betrachten die Natur als den idealen Entwicklungsraum für Kinder und sehen das freie Spielen als den ureigensten Weg kindlichen Lernens. Zuallererst will Naturpädagogik die Liebe zur Natur, die Achtung vor allem Lebendigen und die Freude an der Mitwelt wecken. Über das Ansprechen aller Sinne geht es ihr darum, Zusammenhänge erfahr- und verstehbar zu machen. Somit liegt ein besonderes Augenmerk auf dem ästhetischen Erleben, auf der Wahrnehmung der Natur und ihrer Schönheit im Wechsel der Witterung und der Jahreszeiten.

Im Jahreskreis feiern wir unterschiedliche Feste mit jahreszeitlichem Bezug (mal mit und mal ohne Eltern): Karneval mit einer großen Weiberfastnachtsparty und dem Austreiben des Winters im Wald,
Ostern mit einer Ostereiersuche im Wald, ein großes Sommerfest, ein Erntefest im Herbst, St. Martin mit einem großen Laternenumzug und die Advents- und Weihnachtszeit.

Neben der individuellen Förderung jedes einzelnen Kindes, findet in unserer pädagogischen Arbeit auch der Gemeinschaftsaspekt besondere Beachtung. Wenn wir in den Wald gehen, sind wir als ein
Expeditions-Team unterwegs und müssen einander vertrauen, Rücksicht aufeinander nehmen und uns aufeinander verlassen können. Wir gestalten die Bildungsprozesse im Kindergarten auf Basis der Bildungsgrundsätze NRW. Die Kinder knüpfen mit ihren Lernerfahrungen immer direkt an ihre Lebensumstände, ihre Erlebnisse und Erfahrungen und an Menschen, denen sie begegnen, an. In der Auseinandersetzung mit der Welt erleben die Kinder sich als selbstwirksam und sammeln vielfältige Erfahrungen in unterschiedlichen Kontexten.

Jedes Kind bekommt die Zeit, die es für seine Entwicklung braucht und wir schaffen im Kindergartenalltag ein anregendes Umfeld, das die Selbstbildungsprozesse der Kinder unterstützt; dazu gehören auch Räume für Ruhe und Rückzug. Wir sehen den Kindergarten als einen Lernort und bestärken die Kinder in ihrer Entwicklung, indem wir ihnen einen verlässlichen Rahmen schaffen. Dazu gehören:

  • Ein wertschätzendes Klima
  • Klare, transparente und konsistente Regeln und Strukturen
  • Positive Verstärkung der Leistungen und der Bereitschaft des Kindes, sich motiviert und engagiert seinen Selbstbildungsprozessen zu widmen
  • Positive Peerkontakte und Freundschaftsbeziehungen
  • Eine enge und vertrauensvolle Gestaltung der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

Durch zugewandtes und einfühlsames pädagogisches Handeln stärken wir die Kinder, so dass sie sich als selbstwirksam erleben, ein positives Selbstkonzept entwickeln und ihre sozialen Kompetenzen erweitern können. Dabei übertragen wir den Kindern in einem angemessenen, alters- und entwicklungsentsprechenden Umfang soziale Verantwortung und unterstützen sie in der Wahrnehmung ihrer Mitbestimmungsrechte.